Ein gefährlicher Bumerang, contra Unternehmenssteuerinitiative
10. September 2016
Werfen Sie einen Bumerang, der Sie selber in Gefahr bringt? Wohl kaum! Aber genau ein so gefährlicher Bumerang ist die Initiative zur Erhöhung der Unternehmenssteuer.
Warum? In den letzten Jahren hat sich der Kanton Luzern erfolgreich von einer Steuerhölle zu einem attraktiven Standort gemausert. Mehrfach wurden die Steuern für die natürlichen Personen und für die Unternehmen gesenkt. Zur Luzerner Steuerstrategie gehören auch die schweizweit tiefsten Unternehmenssteuern. Damit sind wir mit anderen Standorten konkurrenzfähig geworden. Die Niedrigsteuerstrategie leistet einen Beitrag, damit bestehende Firmen im Kanton Luzern bleiben und neue hinzustossen. In diesem Licht ist auch zu sehen, dass die Arbeitslosenquote im Kanton Luzern mit 1.9 % verglichen mit dem Durchschnitt der Schweiz von 3.1 % sehr tief ist. Der Anteil direkte Bundessteuern der juristischen Personen ist von Fr. 214 Mio. im Jahr 2009 auf Fr. 377 Mio. im Jahr 2015. Gewachsen. Nebenbei, auch der Kanton profitiert davon, er erhält einen Anteil von 17 %. Wenn Luzern die Unternehmenssteuern erhöht, gefährden wir die daraus generierten Einnahmen in grossem Masse.
Wie gesagt: Im heutigen Vergleich sind wir sehr attraktiv. Noch! Ein Grossteil der Kantone planen im Hinblick auf die Unternehmenssteuerreform III des Bundes Steuersenkungen. Wir haben im Kanton Luzern diese Arbeit bereits geleistet. Mit unseren tiefen Unternehmenssteuern müssen wir im Unterschied zu den meisten andern Kantonen keine Korrekturen vornehmen. Wenn wir diese Initiative aber befürworten würden, werfen wir einen gefährlichen Bumerang in die Luft. Der Kanton Luzern wäre wohl wieder praktisch an letzter Stelle in der Schweiz und damit in der Steuerhölle. Grosse Unternehmen und Konzerne machen Standortplanungen. Dabei schauen sie auch auf die Steuerattraktivität, sie würden abwandern und der Kanton Luzern wäre ein deutlicher Verlierer. Die Zeche müsste durch den Steuerzahler und einmal mehr durch die KMU, die zur Region und Ihren Mitarbeitenden stehen, bezahlt werden. Deshalb legen Sie bitte ein Nein zur SP-Initiative in die Urne. Der Bumerang trifft sonst uns alle!